Stellungnahme Güllebeschluss 22.3.2016

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Foto: Wiesenhang mit Goldhaferwiesen auf der Seiser Alm

Gegendarstellung VSB, 25.9.15

gegendarstellung_guelle_iii_voll_240915.pdf

Gegendarstellung: Antwort auf die Reaktion des Bauernbundes auf den offenen Brief der Vereinigung Südtiroler Biologen zur Gülleproblematik

Kürzlich hat die Vereinigung Südtiroler Biologen mit einem offenen Brief an die Landesregierung das Gülle-Verbot in Natura2000-Gebieten bekräftigt und sie aufgefordert, die Problematik des generellen Nährstoffüberschusses in der Berg-Landwirtschaft ernsthaft anzugehen. Die Reaktionen des Bauernbundes (SBB) und des Beratungsringes (BRING) blieben nicht aus. Die Vereinigung Südtiroler Biologen (VSB) bedauert, dass in diesen Reaktionen ziemlich einseitig argumentiert wird und entscheidende Fakten ausgeblendet bleiben. Daher sieht sich die Vereinigung veranlasst, eine Gegendarstellung abzugeben, damit sich jeder/e von der eigentlichen Problematik der Sache ein umfassendes Bild machen kann.

Gülle – die Frage nach dem Maß

Die VSB teilt mit den Vertretern des SBB und dem BRING die Meinung, dass Gülle ein natürlicher und vollwertiger Dünger auf den intensiven Wirtschaftswiesen ist. Allerdings – und diesbezüglich scheiden sich wohl die Geister – ist die Menge der ausgebrachten Gülle das anzuprangernde und – für einige Bauern – das zu lösende Problem. Südtirols Milchwirtschaft sichert ohne Zweifel das Einkommen vieler Berglandwirtschaftsbetriebe. Die in den vergangenen Jahrzehnten politisch geförderte maßvolle Intensivierung der intensiv nutzbaren Flächen hat vielen Bauern das wirtschaftliche Überleben auch erst ermöglicht. Umso mehr verwundert die Haltung des SBB und des BRING, welche das System Gülle mit aller Vehemenz verteidigen, ohne auch die Nachteile dieses Wirtschaftsdüngersystems anzusprechen, wohl wissend, dass viele Südtiroler Bergbauern aufgrund einer unangemessenen Intensivierung und einer entsprechenden Güllewirtschaft mit verarmten und teilweise verunkrauteten Wiesen bzw. dem Problem von teilweiser Versalzung der Böden zu kämpfen haben. Dabei wurde diesen Bauern jahrzehntelang von offizieller Seite Gülle als einziges wirtschaftliches Hofdüngersystem empfohlen und entsprechend subventioniert, ohne dabei die Grenzen von angemessenen bzw. unangemessenen Güllegaben aufzuzeigen. Den vom BRING angeführten Studien, wonach es keine Unterschiede zwischen Gülledüngung und Düngung mit Festmist und Jauche gäbe, stehen Studien gegenüber, welche die nachhaltige Schädigung der Bodenflora und –fauna durch die Güllewirtschaft belegen. Mikroorganismen sowie Regenwürmer reagieren sehr empfindlich auch auf die maßvoll ausgebrachte Gülle. Regenwürmer als essentielle Humusbildner sind durch das Ammoniak der Gülle besonders gefährdet; sie überleben die direkte Kontamination vielfach nicht. Aber auch die Ziel-Futterpflanzen sind bei Gülleeinsatz gefährdet: durch die eingebrachten Salze Kalium und Phosphor, durch Ammoniakschädigung der Blätter und Wurzeln verschiebt sich auf Dauer das Konkurrenzverhalten der einzelnen Futtergräser zueinander. Futterbaulich unerwünschte Arten wie Wiesenkerbel, Bärenklau, Löwenzahn u.a. nehmen in der Folge derart überhand, dass weder die Futterqualität noch die Futtermenge den wirtschaftlichen Anforderungen des Bauern bzw. dessen Vieh entsprechen. Zusätzliche Futterzukäufe und Ausgleichsfütterungen mit Eiweiß- und Energiekonzentraten (Soja, Mais, Getreide, …) sind die Folge und tragen wohl kaum zum wirtschaftlichen Erfolg der Bergbauern bei. Diese Zukäufe schaukeln den betriebsinternen Nährstoffkreislauf zusätzlich auf. Eine nachhaltige Berglandwirtschaft sieht anders aus. Dagegen ist die Düngung der Wiesen mit Mist bzw. mit Mist und Jauche sowohl für die Pflanzenbestände, die Bodenflora und –fauna wesentlich verträglicher und ermöglicht somit auch von vornherein eine höhere Biodiversität. Artenreiche Bergwiesen sind ein Ergebnis eben dieser traditionellen Wirtschaftsweise. Um ihre Biodiversität im Sinne des von der Gesellschaft geforderten Naturschutzes (z.B. Natura2000) zu erhalten, müssen die ausgebrachten Nährstoffgaben auch den wirklich abgeführten Nährstoffmengen entsprechen.

Natura2000 – ALLE tragen Verantwortung

In den Natura2000-Gebieten gelten seit Beschluss des Europäischen Rates im Jahr 2001 besondere Verpflichtungen zum länderübergreifenden Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten sowie deren natürlicher Lebensräume. Natura2000 ist ein europäisches Schutzgebietsnetzwerk mit dem Ziel, den sowohl von der Europäischen Union als auch von den Mitgliedstaaten in der Konvention über biologische Vielfalt (CBD, Rio 1992) beschlossenen Schutz umzusetzen. Es muss jeder EU-Staat dieser Verpflichtung nachkommen. Das rechtliche Instrumentarium dazu bilden die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) und die Vogelschutzrichtlinie. Dieser gesetzliche und gesellschaftliche Auftrag müsste der Berglandwirtschaft und deren Standesvertretung bzw. deren Verarbeitungs- und Vermarktungsorganisationen doch eigentlich Anliegen und Aufgabe sein. Zumindest vermittelt diese in der Öffentlichkeit und auf Werbeseiten die natur- und landschaftsschonende Wirtschaftsweise. Auch in den Natura2000-Gebieten wurde traditionell teils mit Festmist, seltener mit Jauche gedüngt und es wurden damit auch ertragreiche Wiesen bewirtschaftet. Das Vollgüllesystem und die überhöhten Nährstoffgaben aus den Futterzukäufen können wohl kaum als traditionelle Wirtschaftsweise angesehen werden. Im Gegenteil, die aufgeschaukelte und daher nicht umweltverträgliche Nährstoffspirale steht im Widerspruch zur angeblichen „Produktion von umweltgerechten Produkten“ durch die Berglandwirtschaft. Und sie macht es unmöglich, die verpflichtenden Natura2000-Ziele umzusetzen.

Fakten auf den Tisch

Der BRING ist der Öffentlichkeit folgende Fakten schuldig:

  • Der durchschnittliche Viehbesatz unserer Bergbauernbetriebe ist mit 12 Großvieh-Einheiten (GVE) im internationalen Vergleich sehr klein, die durchschnittliche Flächenverfügbarkeit unserer Bergbauernbetriebe ist mit ca. 6 Hektaren jedoch ausgesprochen klein.
  • Eine dauerhaft nachhaltige Wirtschaftsweise ist damit nicht durchführbar und lediglich Futterzukäufe (bis zu 50%) halten dieses System am Leben.
  • Die Flucht in eine unangemessen intensive und nicht nachhaltige Produktion (>2 GVE / Hektar) trägt wenig zur Existenz-Sicherung unserer wirklichen, von Fleiß und Mühe geprägten Bergbauern bei.
  • Die rückläufige Zahl der Tiere kann – so wie vom SBB-Obmann Tiefenthaler formuliert – wohl kaum auf eine Extensivierung in der Berglandwirtschaft zurückzuführen sein und entspricht in keiner Weise der Realität.
  • Leider müssen vor allem kleine und meist sachgerecht wirtschaftende Betriebe ihre Tätigkeit einstellen, während die großen semi-industriellen Betriebe durch entsprechende Futterzukäufe in der Vergangenheit die frei werdenden Milchquoten stellen konnten.

Die Vereinigung Südtiroler Biologen anerkennt sehr wohl die Leistungen der Bergbauern für die Südtiroler Kulturlandschaft und fordert den SBB auf sich den Herausforderungen und den Kritiken konstruktiv zu stellen und diese als neue Handlungsfelder anzuerkennen. Auch sollte er daran denken, dass es schlussendlich Konsumenten, Bürger und Steuerzahler sind, welche die Produkte des Bergbauern kaufen sollen, welche die in die Landwirtschaft fließenden Geldmittel bereitstellt und welche dem Bauernstand berechtigterweise auch einen gesunden Wandel in Hinblick auf Natur und Umwelt abverlangen.

Verstärkter Aufruf

Die Thematik ist spannungsgeladen und bewegt sich zwischen der Frage nach der Wirtschaftlichkeit und dem Überleben der Berglandwirtschaft, einer teilweise fehlgeleiteten Landwirtschaftspolitik (abzulesen u.a. am umweltrelevanten Problem des zunehmenden Nährstoffüberschusses) und der Verpflichtung zum Erhalt der Biodiversität. Die Vereinigung Südtiroler Biologen ruft alle dazu auf sich mit offenen Fakten, Wahrheiten und sachlicher Diskussion einzubringen. Auch fordert sie alle öffentlichen Institutionen (Universität Bozen, Versuchzentrum Laimburg, Landwirtschafliche Schulen und Berater, usw.), die mit dieser Thematik von Berufs wegen befasst sind, sich in die Diskussion einzuschalten und zu einer langfristigen Lösung der Gesamtproblematik beizutragen.

Kommentar Norbert Dall'Ò, Wochenmagazin ff, 24.9.15

Reden wir über Gülle Mit Interesse verfolge ich den Schlagabtausch zwischen dem Südtiroler Bauernbund und der Vereinigung der Südtiroler Biologen. Es geht - wieder einmal - um Gülle. Die Biologen kritisieren die Ausbringung von Gülle in Natura-2000-Gebieten. Vor allem aber legen sie den Finger in eine Wunde, die unseren Bauern besonders schmerzt: Wie alle wissen, ernähren sich Kühe nicht nur vom Heu der Wiesen, „sondern vor allem von Kraftfutter, das vornehmlich aus Gebieten außerhalb Südtirols stammt“. Aus diesem Grund könne von einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft keine Rede sein. Durch diesen Rohstoffimport würden große Nährstoffmengen als Dünger ins Landwirtschaftliche Grün gelangen. Man könnte den Gedanken noch weiterspinnen: Wie glaubwürdig ist die Werbung für das Markenprodukt „Südtiroler Milch“ wenn darin eben nicht bloß Almgräser, sondern eben ganz andere Substanzen enthalten sind? Wie gut und gesund ist das Fleisch, das von diesen Kraft-Kühen stammt?

Der Bauernbund weiß um die Brisanz der Thematik - trotzdem steigt er auf die Barrikaden und verteidigt einen „Brauch“ der nicht zu verteidigen ist. Leo Tiefenthaler nennt die Gülle „ein natürliches und wertvolles Produkt“., das auch in Natura-2000-Gebieten kein Problem darstelle. Mit Verlaub: Ich bezweifle, dass der Bauernbund mit seiner sturen Haltung unseren Berbauern einen guten Dienst erweist. Das Thema Gülle gehört aufs Tapet.

Leserbrief Thomas Wilhalm, Konservator für Botanik am Naturmuseum Südtirol

Erschienen in der Tageszeitung Dolomiten 24.9.15

Nur „Blümchen“? Vertreter des Bauernbundes - in der Vergangenheit wie heute - reden im Zusammenhang mit der Erhaltung der Biodiversität von Bergwiesen und von Ausgleichszahlungen gerne von „Blümchen“ bzw. von „Blümchenprämien“. Dies klingt in Anbetracht der Tragweite der Problematik ziemlich verniedlichend, ja abschätzig, und soll wohl auf die vermeintliche Naivität von Nicht-Landwirten, Natur schätzenden, aber auch von ökologisch geschulten Menschen abzielen. Blumen- und damit auch Insektenvielfalt sind nur ein Ausdruck eines gesunden Ökosystems, aber ein wichtiger Zeiger für dessen Intaktheit. Dies zu bagatellisieren bzw. allein auf eine wirtschaftliche Notwendigkeit zu reduzieren, zeugt nicht vom Willen, sich mit der gesamten Problematik wirklich ernsthaft auseinanderzusetzen! Die Tatsache, dass dem Nährstoffüberschuss mittlerweile auch artenreiche Bergwiesen auf 2000 Metern zum Opfer fallen, ist allarmierend und in jedem Fall mit mehr Sensibilität und Verantwortung zu begegnen - und zwar vonseiten der ganzen Gemeinschaft.

Reaktion Südtiroler Bauernbund (SBB) und Beratungsring Berglandwirtschaft (BRING)

Die Reaktion erfolgte vom Zweigespann SBB und BRING postwendend. Auf STOL erfolgt die Gegendarstellung getrennt vom Brief der Biologenvereinigung, in der Tageszeitung Dolomiten wird dies bereits mitgeliefert (Privilegien von denen sonstige Interessensvertretungen nur träumen können). Interessant dabei ist vor allem, dass v.a. der Bauernbund auf Argumente reagiert, die wir gar nicht geäußert haben, anstatt auf die wirklich geäußerten Argumente einzugehen - wohl mit der Intention eine wirkliche Diskussion zu umschiffen und stattdessen die Diskussionspartner schlecht zu reden. Wobei der BRING noch betont sachlich bleibt: „Gülle ist nichts anderes als Kot und Urin gemischt, die vor allem bei Laufställen – eine der artgerechtesten Tierhaltungsformen überhaupt – anfällt. Damit ist klar, dass Gülle ein absolut natürlicher Dünger ist“, erklärt Hannes Klocker vom Beratungsring für Berglandwirtschaft. Verschiedene Studien hätten zudem ergeben, dass zwischen Gülledüngung und Düngung mit Festmist und Jauche keinerlei Unterschiede in bodenkundlicher und pflanzenbaulicher Hinsicht gefunden wurden, so Klocker. Dei Kommentare von Bauernbundobmann haben mit den Argumenten der VSB allerdings wenig zu tun: „Der durchschnittliche Viehbesatz pro Bergbauernhof von 12 Großvieheinheiten spricht eigentlich für sich. Zudem muss gesagt werden, dass die Zahl der Tiere pro Betrieb klar geregelt ist und sich an der Größe der Grünflächen des Betriebs orientiert. Viele Betriebe könnten sogar mehr Tiere halten als sie es derzeit tun“, stellt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler klar. Da insgesamt die Zahl der Tiere rückläufig ist, müsse von einer Extensivierung statt von einer Intensivierung geredet werden. Es sei schade, dass die Biologen nicht die vielfältigen Leistungen der Berglandwirtschaft anerkennen. „Immerhin ist die einmalige Südtiroler Kulturlandschaft auch dem tagtäglichen Einsatz der Bergbauern zu verdanken. Ohne sie hätte es in den letzten Jahren wohl kaum so viele Natura 2000-Gebietausweisungen gegeben„, so der Bauernbundobmann. In einem Schulaufsatz würde der Bauernbundobmann wohl eine 5 kassieren - mit dem Kommentar: Thema verfehlt. Die Intensität eins Betriebes muss natürlich immer auf die bewirtschaftete Fläche berechnet werden und mit Durchschnittsbetrieben zu argumentieren ist auch wenig zielführend - schließlich geht es dem VSB um jene Betriebe die über einem umweltverträglichen Limit wirtschaften. Und dem VSB vorzuwerfen die Wichtigkeit der Bergbauern für unsere Kulturlandschaft nicht zu erkennen, ist eine populistische Unterstellung. Genau das Gegenteil ist der Fall, ansonsten würden wir uns nicht intensiv mit dieser Thematik beschäftigen.

http://www.stol.it/Artikel/Wirtschaft/Lokal/Guelle-ist-natuerlicher-Duenger-und-daher-kein-Problem

Offener Brief Düngeproblematik

duengeproblematik.pdf

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Vereinigung Südtiroler Biologen (VSB) hat mit großer Aufmerksamkeit die Diskussion um die Gülleausbringung in Natura2000-Gebieten verfolgt. Dabei musste sie leider feststellen, dass von Seiten des Südtiroler Bauernbundes einige unsachliche, teils sogar unwahre Argumente ins Feld geführt wurden. Im Sinne einer Versachlichung der Diskussion sieht sich die VSB daher gefordert einige Dinge zu diesem Thema klarzustellen. Zu allererst möchten wir feststellen, dass es in Südtirol sehr wohl eine „Düngeproblem atik“ gibt, die von Teilen der Bauernschaft nicht als solche erkannt wird. Damit meinen wir einen Nährstoffüberschuss durch eine nicht geschlossene Kreislaufwirtschaft. Moderne Kühe ernähren sich nicht nur vom Heu der Wiesen sondern im Wesentlichen auch von Kraftfutter (in der Regel Getreide- und Leguminosenmischungen). Ohne Kraftfutter könnten diese Hochleistungskühe ihren Nährstoff- und Futterbedarf nicht decken. Kraftfutter wird aber vornehmlich aus Gebieten außerhalb Südtirols importiert. Durch diesen Rohstoffimport gelangen schlussendlich große Nährstoffmengen als Dünger ins landwirtschaftliche Grün. In diesem Zusammenhang wird vonseiten des Bauernbundes (so z.B. in der Zeitschrift „Südtiroler Landwirt“ vom 9.9.2015) ein geschlossener Kreislauf angemahn t. Ein geschlossener Kreislauf ist aber nur dann gegeben, wenn keine zusätzlichen Nährstoffe (v.a. Stickstoff) in Form von Futtermitteln von außen ins System gebracht werden bzw. wenn diese Nährstoffe in Form von Mist oder Gülle wieder zu den Produktionsstätten der Futtermittel zurückgeführt werden. Beides ist in Südtirol nicht der Fall. Vielmehr ist zu beobachten, dass die anhaltende Intensivierung des Grünlandes vielfach schon ein Niveau erreicht hat, das für den Futterwert einer Wiese negativ ist. In vielen Fällen wird auch offenbar, dass es gar nicht mehr um die(möglichst hohe) Produktion dieser Wiese geht, sondern um die Entsorgung von anfallendem Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist und Jauche). Die Folgen dieser Entwicklung sind ökologisch degradierte Wiesen. In Extremfällen müssen Wiesen sogar durch flächendeckenden Herbizideinsatz von „Unkräutern“ befreit werden, die anders als die eigentlichen Futterpflanzen den Nährstoffüberschuss ertragen und daher überhand nehmen. Besonders anfällig für die Degradation sind Wiesen, die mit Gülle gedüngt werden. Gülle wirkt eher wie ein mineralischer als wie ein organischer Dünger, d.h. die Nährstoffe sind schnell verfügbar und es profitieren in erster Linie schnell wachsende und meist großblättrige, im Futterbau eher problematische Pflanzenarten. Auch sind Versalzungsvorgänge, u.a. durch das eingebrachte Kalium, eher zu beobachten. Gerade die Zielarten und -lebensräume des europäischen Naturschutzprogrammes Natura2000 kommen durch diese Landwirtschaftspraxis in arge Be drängnis. Die Behauptung des Südtiroler Bauernbundes, es sei eine Jahrhunderte alte Tradition, „Gülle, Jauche und Mist auf den Berg“ zu bringen („Südtiroler Landwirt“ vom 9.9.2015), ist richtig zu stellen. Zum einen ist Güllewirtschaft in Südtirol erst seit wenigen Jahrzehnten Praxis. Zum anderen ist der Transport von Jauche und Mist in Richtung Bergwiesen historisch ein zu vernachlässigender Faktor. In Zeiten der Subsistenzwirtschaft, in denen noch kaum Kraftfutter zur Verfügung stand bzw. jeder Hof es nach Möglichkeit vermied Produkte jeglicher Art von außen anzukaufen, waren die anfallenden Mist- und Jauchemengen bescheiden. Zugleich waren die Transportmöglichkeiten noch sehr eingeschränkt. Der Transport von Mist auf entlegene Bergflächen war schon desha lb die Ausnahme und nicht die Regel, weil die knappe Ressource Mist prioritär auf die Grundnahrungsmittel produzierenden Äcker ausgebracht wurde. Eine weitere Aussage des Bauernbundes in diesem Zusammenhang: „Die geplante Erhebung und Klassifizierung aller Wiesen in den Natura-2000-Gebieten ist viel zu aufwändig und bürokratisch“ („Südtiroler Landwirt“ vom 9.9.2015) entbehrt ebenso einer sachlichen Grundlage. Die Landesverwaltung verfügt bereits über eine gute Datenbasis zu den einzelnen Flächen in den Natura2000-Gebieten bzw. ist durch die FFH-Richtlinie ohnehin verpflichtet, diese zu erheben. Die Vereinigung Südtiroler Biologen fordert die Landesregierung auf die dargestellte Düngeproblematik in ihrer gesamten Tragweite zu erkennen und durch angemessene Maßnahmen Abhilfe zu schaffen. Insbesondere gilt dies für die folgenden beiden Punkte:

  • Das Gülle-Verbot für Natura2000-Gebiete darf nicht gelockert werden. Der Einsatz von

Gülle ist ein Spiel mit dem Feuer: Artenreiche Bergwiesen sind entstanden, weil Generation von Bauern über Jahrhunderte mit wenig bis fehlender Düngung und mit manuellem Einsatz diese Wiesen extensiv genutzt haben. Diese Wiesen sind insgesamt auf ein niedriges Düngungsniveau eingestellt. Die heutige Generation schafft es hingegen, sie mit maschinellem Einsatz und übermäßiger Düngung – v.a. mit Gülle – rasch zu degradieren. Jeder Düngerüberschuss bringt ganze Pflanzengesellschaften, darunter alle prioritär zu schützenden, sofort in Bedrängnis. In diesem Zusammenhang möchten wir daran erinnern, dass in Natura2000-Gebieten ein Verschlechterungsverbot gilt.

  • Die Problematik des Nährstoffüberschusses muss endlich als Entsorgungsproblematik

erkannt und angegangen werden –landesweit und unabhängig von Natura2000 -Gebieten. Neben den ökologischen Folgen des Nährstoffüberschusses besteht die Gefahr einer Übertretung der EU-Nitratrichtlinie. Eine solche Übertretung hätte wiederum schwerwiegende rechtliche Konsequenzen für Südtirol. Anfallender Mist, Gülle oder Jauche, die in ihrer Menge deutlich außerhalb des landwirtschaftlichen Nährstoffkreislaufes liegen, dürfen nicht auf die Wiesen ausgebracht oder sonst wo in der Landschaft entsorgt werden. Dass die Thematik vonseiten der Landwirtschaft immer noch nicht ehrlich angegangen wird, ist daran abzulesen, dass es bislang keine Bemühungen gab, von einem deutlichen Nährstoffüberschuss (Mist und Gülle) zu reden und von der Politik Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für eine sachgerechte Entsorgung dieses Überschuss

Vorgeschichte

Die Vorgeschichte wird am besten in einem Artikel auf dem Internetportal Salto.bz, verfasst von Susanne Pitro, klar. Hier der Link dazu:

http://www.salto.bz/article/18092015/guelle


Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge für den Gewässerschutzplan Südtirols

Presseaussendung zum Gewässerschutzplan

Die Vereinigung Südtiroler Biologen (VSB) begrüßt und unterstützt ausdrücklich die Ausarbeitung eines Gewässerschutzplanes für Südtirol. Sie bedauert allerdings, dass dieser Schritt erst sehr spät erfolgt ist.

Durch diese Verspätung konnten viele kleine Wasserableitungen in ökologisch sensiblen Strecken genehmigt werden – auf Kosten der Natur und mit einer volkswirtschaftlich und umweltpolitisch äußerst dürftigen Bilanz. Eine ökologische Sanierung einiger Abschnitte samt Rückbau von Kraftwerken wird damit eine Aufgabe, die den zukünftigen Generationen aufgebürdet wird.

Als Gruppe von Experten im Bereich der Naturwissenschaften stellen wir ganz klar fest, dass der Entwurf auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen basiert. Veränderungen hiervon sollten nur mit ebenfalls wissenschaftlich gut fundierten Argumenten und nicht aus bloßem politischem oder wirtschaftlichem Kalkül vorgenommen werden.

Wir begrüßen es ausdrücklich, in ökologisch sehr guten Gewässern keine Nutzung zuzulassen. In Südtirol sind ohnehin nur noch 93 solcher Wasserläufe verblieben. In der Regel handelt es sich dabei um relativ kleine Bäche, deren Nutzung energiepolitisch kaum gerechtfertigt ist.

Bei Gewässern mit hohem naturkundlichen Wert sind im Entwurf noch jene Bäche hinzuzufügen, die unter die FFH-Schutzbestimmungen der EU fallen und besonders schutzwürdige Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Das geltende EU-Naturschutzrecht setzt hier ganz klare Vorgaben, denen sich der Gewässerschutzplan nicht entziehen wird können.

Grundsätzlich schlagen wir vor, Gewässer mit einem Einzugsgebiet von weniger als 10 km2 von einer hydroelektrischen Nutzung auszuschließen. Damit würde sich Südtirol an die gängige Praxis im Großteil der Alpenregionen anschließen. Eine hydroelektrische Nutzung in kleineren Bächen (<10 km2 Einzugsgebiet) ist ohnehin energiepolitisch und volkswirtschaftlich wenig sinnvoll und ökologisch besonders schädlich.

Ganz generell stünde es einem Land wie Südtirol, das seine Wasserressourcen bereits großzügig und mit Gewinn ausschöpft, nicht schlecht an, die wenigen noch verbliebenen „ungenutzen“ Wasserläufe gerade wegen ihrer Unberührtheit unter besonderem Schutz zu stellen und für die kommenden Generationen zu erhalten. Norbert Dejori / Vorsitzender Bozen, 20.06.2015


Offener Brief Bagatelleingriffe

Die VSB kritisiert in einem offenen Brief an Politiker und Medien die derzeitige Gesetzeslage und Praxis der Bagatelleingriffe

Mit den folgenden Links kann der Brief heruntergeladen werden (deutsch/italienisch): bagatelleingriffe_offener_brief_vereinigung_suedtiroler_biologen.pdf interventi_bagatellari_lettera_aperta_associazione_biologi_dell_alto_adige.pdf

Die Vereinigung Südtiroler Biologen fordert die Landesregierung auf

  • die Punkte 1-6 des Art. 1 des Dekrets 3/2014 völlig zu überarbeiten und Bagatelleingriffe auf wirklich geringfügige Eingriffe zu reduzieren,
  • bei Bagatelleingriffen im Bereich des landwirtschaftlichen Grüns Fördermittel aus öffentlicher Hand nicht mehr vorzusehen,
  • bei Eingriffen in die Landschaft dafür zu sorgen, dass auch bei Bagatelleingriffen Konflikte mit dem Gefahrenzonenplan sowie dem Naturschutzgesetz von vornherein beseitigt werden. Das heißt, in Zonen mit jeglicher Art von Nutzungseinschränkung („Vinkulierung“) ist der verkürzte Amtsweg von vornherein auszuschließen.

Die Vereinigung Südtiroler Biologen appelliert an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

  • sich ihrer oben geschilderten (rechtlichen) Verantwortung bewusst zu sein und bei jedem Eingriff in die Landschaft auf alle bestehenden Gesetze, Gutachten, Pläne und sonstigen Unterlagen Bezug zu nehmen,
  • dafür zu sorgen, dass jeglicher Eingriff in die Landschaft von Fachkundigen im Zivil- und Naturschutz abgesegnet wird. Es dürfte vielfach genügen, wenn ein seriöser Ortsaugenschein in Begleitung des Naturschutzreferenten der Gemeinde oder eines Försters erfolgt. In Zweifelsfällen muss ohnehin auf Experten (Landesbeamte oder Freiberufler) zurückgegriffen werden, um einen möglichen Gesetzeskonflikt zu vermeiden.

Leserbriefwechsel Villanderer Alm

Die Villanderer Alm war und ist ein großes Anliegen der VSB. Derzeit wird über eine Natura2000-Ausweisung diskutiert - ein Schritt der absolut unausweichlich ist, zumal die EU auf die Ausweisung besteht. In einem Leserbrief haben auch wir uns zu Wort gemeldet:

Leserbrief Dolomiten, Samstag 14.9.2013

Bezugnehmend auf den Dolomiten-Artikel vom letzten Samstag zur Villanderer Alm möchte ich zuerst meine Freude bekunden, dass sich die Villanderer Bauern ganz klar zur Pflege der Moore bekennen. Allerdings möchte ich einige Aussagen von Konrad Senn nicht unwidersprochen lassen. Nach eigener Beobachtung wurden auf der Villanderer Alm auch in den letzten Jahren noch zahlreiche Flächen entwässert. Im Jahr 2009 musste ich feststellen, dass zahlreiche frische Drainagen gelegt worden waren. Außerdem zeigten viele Flächen die Spuren eines übermäßigen Gülleeintrags. In solchen Fällen war die Moorvegetation teilweise schon zur Gänze zerstört. Aufgrund der geschilderten Beobachtungen, die unisono auch von weiteren Mitgliedern unserer Vereinigung bestätigt werden, muss ich leider feststellen, dass die Erhaltung der Moorflächen im Moment nicht garantiert werden kann. Die Ausweisung als Natura2000-Gebiet ist daher die einzig wirksame Maßnahme um den Fortbestand der Alm als Vegetationskomplex verschiedenster Moortypen zu gewährleisten. Als Natura2000-Gebiet wäre auch eine fachmännische Betreuung der Bauern gegeben, damit sie ihrer großen Verantwortung auch in Zukunft gerecht werden können. gezeichnet, Andreas Hilpold, Vereinigung Südtiroler Biologen (VSB)

Hier die Antwort von Konrad Senn (Dolomiten, 18.9.2013)

Zeitgemäßes Bearbeiten

Bezug nehmend auf den Leserbrief von Herrn Hilpold von Samstag, 14.9, möchten wir uns bedanken für die Zurkenntisnahme, dass die Bauern die Moore nicht zerstören wollen. Es sollte aber zu denken geben, wenn in Südtirol in den letzten zehn Jahren mehr als 3000 Bauern ihre Stalltüren zusperrten. Unsere Alm sehen wir durch die bereits existierenden Gesetze (Landschaftsschutzgesetz, Wasserschutz, Gülleverordnung usw.) zur Genüge geschützt. Wir müssen auch in der heutigen Zeit den Bergbauern ein zeitgemäßes Bearbeiten und ein gesichertes Einkommen gewähren, ansonsten brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn künftige Generationen nicht mehr weitermachen; auch auf den Almen. Es kann sicher auch für die Hochmoore nicht dienlich sein, wenn durch Überreglementierung eine Bewirtschaftung der Alm unmöglich wird, und solange Klimaschutz nur auf dem Papier besteht, sehen wir deren Zukunft sowieso gefährdet. Da glauben wir, ist es eine lächerliche Kleinigkeit, wenn der Grundeigentümer einer angrenzenden Wiese den Entwässerungsgraben saniert. Es hat sicher kein Bauer weder das Hochmoor entwässert noch gedüngt. gezeichnet Konrad Senn, im Namen der bäuerlichen Organisationen von Villanders

in der heutigen Dolomiten (20.9.2013) folgt ein Leserbrief von Thomas Wilhalm zum selben Thema

Drei Moortypen

Bezugnehmend auf die Leserbriefe von Herrn Senn und Herrn Hilpold zur Villanderer Alm möchte ich einige Unklarheiten beseitigen. Ökologisch ist zwischen den bei uns seltenen Hoch- (von Regenwasser gespeist) und Zwischenmooren sowie den weiter verbreiteten Niedermooren (von Grundwasser gespeist) zu unterscheiden. Für eine Mahd kommen nur letztere in Frage; traditionell einmal im Jahr zur Beschaffung von Einstreu. Als Viehweide eignet sich keiner der drei Moortypen, weil die Tiere kaum verwertbares Futter finden, dagegen in den feuchten Flächen versinken und Schäden am Moor verursachen. Hoch- und Zwischenmoore sind von Natur aus offene Landschaften, d.h. es bedarf keiner bäuerlichen Pflege, um sie offen zu halten. Der angesprochene Klimawandel sollte für Hochmoore kein Problem sein, haben diese in den letzten 10.000 Jahren doch weit größere Klimaschwankungen heil überstanden. Die Villanderer Alm ist ein Komplex aus den genannten drei Moortypen und jeder dieser ist unterschiedlich zu behandeln. Eine Natura2000-Ausweisung könnte garantieren, dass die Bauern in der Pflege der Alm ökologisch gut beraten und schlussendlich auch mit Ausgleichszahlungen angemessen entlohnt werden. Gezeichnet Thomas Wilhalm, Konservator für Botanik am Naturmuseum Südtirol.

Leserbrief vom 21.9.2013

Chance für die Bauern

Der Leserbrief von Konrad Senn (18.9) ist ungenau und widersprüchlich. Fakt ist, dass der Schutz der Villanderer Alm in den letzten zehn Jahren trotz geltender Verordnungen nicht funktioniert hat. Entlang der Strecke Gasserhütte - Toten sind letzthin zahlreiche Flächen entwässert worden und sind überdüngt. Fakt ist auch, dass eine intensivere Nutzung der Villanderer Alm den Bauern in Zukunft finanziell kaum weiterhilft. Ganz im Gegenteil: die EU hat bereits jetzt einen Großteil der Beiträge für natur- und landschaftserhaltende Maßnahmen reserviert (ELER 2007-2013). Für die Förderperiode 2014-2020 wird dieser Trend nochmals verstärkt. Das bedeutet, dass jene Bauern, die ihre Almflächen naturschonend bewirtschaften, für die Zunkunft mehr Fördermöglichkeiten haben, als jene, die auf Intensivierung setzen. Almflächen auf knapp 2000 m Seehöhe werden, verglichen mit Talwiesen, stets unproduktiv und somit auf Beitragszahlungen angewiesen bleiben. Daher ist es wohl klüger naturkundlich wertvolle Flächen nicht zu opfern, um letztendlich auch finanziell nicht den Kürzeren zu ziehen. Eine Natura2000-Ausweisung wäre damit eine große Chance für die Villanderer Bauern. Gezeichnet Andreas Hilpold, Vereinigung Südtiroler Biologen, Brixen.

frisch angelegter Drainage-Graben auf der Villanderer Alm, Spätsommer 2009, Foto: A.Hilpold

Entwässerungsgraben in Feuchtwiese, durch Düngung bereit stark degradiert, Spätsommer 2009, Foto: A.Hilpold


Offener Brief der VSB bezüglich drohender Verbauung des Brixner Lido

offener_brief_zur_drohenden_verbauung_des_brixner_lido.pdf

Das Brixner Lido aus der Luft gesehen. Anhand der Form des Lido-Weihers lässt sich sehr gut der ehemalige Verlauf des Eisacks erkennen, bevor er begradigt wurde, Quelle: Google Earth.


Gastkommentar ff 26 vom 27. Juni 2013; ungekürzte Version

die_letzten_truempfe_-_gastkommentar_ff.pdf

Gülleausbringung Sommer 2008, Feldthurner Kühberg, Foto: A. Hilpold


Presseaussendung der VSB bezüglich Erweiterung von Schipisten in Natura2000-Gebieten und Naturparken

Die Vereinigung Südtiroler Biologen begrüßt die klaren Aussagen von Umwelt-Landesrat Elmar Pichler-Rolle bezüglich der Grenzen von Naturparken und Natura2000-Gebieten. Elmar Pichler-Rolle hat damit für die Zukunft klar ausgeschlossen, dass diese Grenzen bei Projekten für Seilbahnen und Schipisten verschoben werden dürfen. Damit vermittelt der Landesrat endlich, dass Südtirol das europäische Schutzsystem Natura2000 ernst nimmt und sich zu jenen Regelwerken bekennt, für deren Einhaltung sich die Landesregierung im Zuge verschiedener Vertragsunterzeichnungen verpflichtet hat. Wir hoffen, dass diese positive Haltung Südtirols zu den Grundsätzen des europäischen Naturschutzes auch in anderen naturschutzrelevanten Bereichen, z.B. bei der Einhaltung der Wasserschutzrichtlinien, sichtbar wird. Wir möchten gleichzeitig an die große Bedeutung des Natura2000-Netzes für den Erhalt der Südtiroler Natur- und Kulturlandschaft erinnern. Das Schutzsystem garantiert den Erhalt von so hochgradig gefährdeten Lebensräumen wie Mooren und anderen Feuchtgebieten. Wir mahnen auch an, die Wichtigkeit der Schutzkategorien von Natura2000 bei zukünftigen Wegebauprojekten anzuerkennen, auch um Südtirol eventuelle Vertragsverletzungsverfahren samt Strafzahlungen (die letztlich der Steuerzahler zu schultern hat) zu ersparen.

An den Landesrat möchten wir ausdrücklich appellieren seinen Worten treu zu bleiben. An jene, die in Zukunft in seine Fußstapfen treten, empfehlen wir an der gewählten, aufrichtigen Linie festzuhalten im Sinne der gesamten Bevölkerung, unserer Landschaft, und zum Wohle zukünftiger Generationen.